Auf einen Blick
- Thomas Preining nach 2023 zum zweiten Mal DTM-Champion
- Manthey gewinnt mit dem Porsche 911 GT3 R die Teammeisterschaft
- Dritter Titel für ehemalige Porsche-Junioren in vier Jahren
- Drei Porsche 911 GT3 R im Finalrennen unter den besten Vier
Thomas Preining startete vor 112.000 Zuschauern auf dem Hockenheimring (Freitag bis Sonntag) als Favorit in das letzte Rennen der Saison 2026. Der Österreicher hatte zum Start in das Finale 20 Zähler Vorsprung. Von Platz sieben arbeitete sich der 28-Jährige in einer ereignisreichen ersten Runde bis auf die vierte Position nach vorn. Anschließend absolvierte die Mannschaft von Manthey zwei schnelle Boxenstopps, sodass Preining bis zur letzten Runde sogar auf Platz zwei fahren konnte. Im letzten Umlauf bedankte sich der ehemalige Porsche-Junior für die Unterstützung durch seinen Teamkollegen Ricardo Feller und überließ dem Schweizer den zweiten Rang.
„Dieser Erfolg ist gar nicht hoch genug zu bewerten. In der DTM geht es extrem eng zu, der Wettbewerb ist so intensiv wie sonst nirgends“, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. Preining löst als DTM-Fahrermeister den türkischen Porsche-Werksfahrer Ayhancan Güven ab. „Unsere ehemaligen Porsche-Junioren haben drei Titel in vier Jahren geholt. Das ist absolut beeindruckend. Der Mannschaft von Manthey gilt mein großes Kompliment. Es ist eine außergewöhnliche Leistung, auch von Ricardo Feller. Das Team Land Motorsport hat mit Bastian Buus ebenfalls einen tollen Job gemacht. Die erste Pole-Position für Bastian in der DTM ist Beweis genug. Im ersten Jahr war die Mannschaft sofort voll dabei. Darauf lässt sich aufbauen.“
„Es war ein Herzschlagfinale wie aus dem Bilderbuch“, sagt Maximilian Müller, Projektleiter Porsche 911 GT3 R. „Alle unsere Neunelfer waren im Rennen vorn dabei. Thomas, Ricardo und Bastian haben jederzeit die Nerven behalten. Sauber durch das Rennen kommen, ins Ziel fahren und die Meisterschaft gewinnen - das war das Ziel. All dies haben wir erreicht. Nun geht ein anstrengendes Jahr in der DTM mit zwei Titeln für Thomas Preining und Manthey zu Ende. Wir freuen uns auf eine kleine, nette Feier.“
Ricardo Feller agierte während des gesamten Rennens als „Wingman“ für seinen Teamkollegen Thomas Preining. Der Schweizer hielt dem Österreicher rundenlang den Rücken frei, sodass der neue DTM-Champion ungefährdet auf Podest- und somit Titelkurs fahren konnte. Das Rennen beendete Feller auf Platz zwei und somit mit seinem besten Saisonergebnis 2026. Der Däne Bastian Buus führte das Finalrennen von der Pole-Position zunächst an, musste sich aber am Ende mit Rang vier begnügen. Für den Rookie aus dem Team Land Motorsport war es ebenfalls das beste Resultat des Jahres.
„Ich bin stolz auf das gesamte Team“, sagt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH. „Wir haben in vier Jahren dreimal die Titel gewonnen. Was für eine Leistung! Unsere Bilanz macht deutlich, dass die Erfolge kein Zufallsprodukt sind. Im Motorsport gehört immer etwas Glück dazu, aber in allererster Linie eine perfekte Teamleistung. Genau diese haben wir deutlich unter Beweis gestellt.“
Fahrerstimmen nach dem Rennwochenende
Thomas Preining (Porsche 911 GT3 R #91): „Dieses Wochenende war ganz besonders anstrengend, vor allem im mentalen Bereich. Wir hatten heute zwischen Qualifying und Rennen eine besonders lange Wartezeit. Da gingen mir sehr viele Gedanken durch den Kopf. Zum Glück ist im Rennen alles optimal verlaufen, sodass ich nun zweimaliger DTM-Champion bin. Es wird eine Weile brauchen, bis ich es in vollem Ausmaß begreife. Eines habe ich mir vorgenommen: Ich möchte diesen Erfolg intensiver genießen als beim ersten Titelgewinn. Diese Momente rauschen dermaßen an einem vorbei, wenn von allen Seiten Händeschütteln und Schulterklopfen kommt. Ich bin auf sehr gutem Weg, es dieses Mal viel mehr zu genießen und aufzusaugen.“
Ricardo Feller (Porsche 911 GT3 R #90): „Die Saison auf dem Podest zu beenden, ist sehr schön. Vor allem wenn gleich beide Manthey-Fahrer auf das Podium klettern dürfen. Das ist uns nun zum zweiten Mal in diesem Jahr gelungen. Thomas hat den Fahrertitel geholt und zusammen haben wir die Teammeisterschaft gewonnen. Es gab schon schlechtere Tage für uns. Der Zweikampf mit Bastian Buus hat mir heute viel Spaß gemacht. Wir sind befreundet und kämpfen hart und fair gegeneinander. Das war toll.“
Bastian Buus (Porsche 911 GT3 R #29): „Insgesamt war es ein schönes Wochenende. Ich habe am Sonntag die Pole-Position erreicht, die erste für mich persönlich und für mein Team. Es war anschließend sehr schön, endlich mal wieder im Starterfeld ganz vorn mitkämpfen zu können. Ich finde, dort gehören wir zusammen hin. Leider haben wir es nicht ganz auf das Podest geschafft. Dennoch bin ich zufrieden. Gratulation an Porsche, an Thomas und an sein Team Manthey zum Gewinn der Meisterschaftstitel.“
Weiterführende Informationen
Alle Ergebnisse und Gesamtstände: DTM-Website
Tradition seit 30 Jahren: Manthey
Privatteam mit Ambitionen: Land Motorsport
Nachschlagewerk: DTM-Media-Guide 2026
Hintergründe: DTM-Saisonvorschau 2026
Der Porsche 911 GT3 R: Der GT3-Rennwagen im Detail