DTM: Porsche-Werksfahrer Thomas Preining feiert seinen zweiten Saisonsieg

Thomas Preining ist mit einem Sieg in die zweite Saisonhälfte der DTM gestartet. Der Porsche-Werksfahrer fuhr in Oschersleben im Samstags-Rennen von der Pole-Position auf Platz eins. Am Sonntagmorgen gelang dem früheren Porsche-Junior trotz Erfolgsballast die zweite Trainingsbestzeit des Wochenendes und anschließend im Rennen der Sprung aufs Podium – nach langer Führung. In der Fahrerwertung rückte der Österreicher auf Platz vier vor.

Wie beim DTM-Auftakt in Spielberg konnte Thomas Preining auch die zweite Saisonhälfte mit einem Sieg einläuten. Der Porsche-Werksfahrer fuhr am Samstag in Oschersleben zum zehnten Mal in seiner DTM-Karriere auf Platz eins. In der laufenden Saison feierte der Österreicher seinen zweiten DTM-Erfolg.

Wie konkurrenzfähig der Porsche in Oschersleben ist, zeigten die beiden Qualifying-Sitzungen: Die Nummer 91 des Porsche-Kundenteams Manthey setzte jeweils die Bestzeit. Für Preining waren es die Pole-Positions fünf und sechs in der DTM. Am Samstag konnte der 28-Jährige beim Start alle Angriffe der Konkurrenz abwehren. In den ersten Runden baute er einen Vorsprung von bis zu 2,5 Sekunden auf. Beim einzigen Boxenstopp kurz nach der Rennhalbzeit arbeitete die Manthey-Crew schneller als die Verfolger. Der frühere Porsche-Junior brachte seinen 911 GT3 R anschließend als Erster ins Ziel.

Preinings Manthey-Teamkollege Ricardo Feller hatte das Samstagsrennen von der elften Position aufgenommen. Der 26-jährige Schweizer blieb im Mittelfeld stecken und fuhr auf Platz zehn. DTM-Neuling Bastian Buus beendete den ersten von zwei Läufen in Oschersleben auf Platz 14. Der frühere Porsche-Junior aus Dänemark unterstrich sein Talent mit der schnellsten Rennrunde.

Kundenteam Manthey verpasst Sieg im Sonntagsrennen knapp

Nach dem Sieg am Vortag musste der „Grello“-Porsche 20 Kilogramm Erfolgsballast zuladen. Dennoch eroberte Preining auch im zweiten Qualifying die Pole-Position. Beim Start profitierte der DTM-Meister von 2023 von seiner Erfahrung: In der ersten Kurve konterte er einen Angriff von Luca Engstler und verteidigte die Führung. Auch nach dem ersten Pflichtboxenstopp lag der Manthey-Pilot weiter vorn. Beim zweiten Reifenwechsel trat jedoch ein Problem mit dem linken Hinterrad auf. Dies kostete Preining entscheidende Sekunden und zwei Positionen. Mit Rang drei durfte sich der Werksfahrer über sein 14. Podiumsresultat in der DTM freuen. Feller konnte sich vom neunten Startplatz auf die achte Position verbessern. Der 23-jährige Buus wurde, von Rang 13 kommend, als Elfter gewertet.

„Von der Pole-Position auf Platz eins: Nach der Durststrecke der vorherigen DTM-Rennen freuen wir uns sehr über den zweiten Saisonsieg“, sagt Maximilian Müller, GT-Rennbetreuung bei Porsche Motorsport. „Thomas Preining liegt die Motorsport Arena Oschersleben, Manthey hat den 911 GT3 R perfekt abgestimmt. Auch im zweiten Rennen lag Thommy solide in Führung. Mit Platz drei konnte er wichtige Punkte mitnehmen. Ricardo Feller und Bastian Buus lieferten solide Vorstellungen im Mittelfeld. Buus war erstmals mit einem GT3-Rennwagen in Oschersleben unterwegs. Mit der schnellsten Rennrunde im ersten Lauf hat er gezeigt, wie schnell er lernt.“

In der DTM-Fahrerwertung rückt Thomas Preining vom achten auf den vierten Platz vor. Der Österreicher liegt jetzt 28 Punkte hinter Spitzenreiter Maro Engel. Porsche rangiert in der Hersteller-Tabelle nun auf der zweiten Position. Manthey verbesserte sich bei den Teams ebenfalls auf den zweiten Rang.

Fahrerstimmen zum Rennwochenende

Thomas Preining (Porsche 911 GT3 R #91): „Mit Abstand unser bestes Wochenende in der laufenden DTM-Saison. Der Porsche fühlte sich ab der ersten Runde im freien Training perfekt an. Der Samstag war optimal, auch am Sonntag lief bis zur letzten Viertelstunde alles nach Plan. Kleine Fehler beim Boxenstopp können passieren. Ich nehme meine Jungs absolut in Schutz, denn sie machen sonst immer einen perfekten Job. Wenn mal etwas passiert, ist es natürlich schade, gehört aber dazu.“

Ricardo Feller (Porsche 911 GT3 R #90): „Ein mäßiges Wochenende für mich – auch wenn mich die Renn-Performance durchaus zufrieden stellt. In Oschersleben ist Überholen sehr schwierig. Die Crew hat bei den Boxenstopps wieder sehr gut gearbeitet, das macht Spaß. Jetzt liegt der Fokus darauf, die Ergebnisse im Qualifying zu maximieren.“

Bastian Buus (Porsche 911 GT3 R #29): „Ich glaube, wir haben unter unserer mangelnden Erfahrung mit dem Porsche und der Meisterschaft gelitten – wir sind noch nie zuvor mit dem 911 GT3 R in Oschersleben gefahren. Nach einem schwierigen Start konnten wir Fortschritte machen und den Rückstand auf die führenden Autos aufholen. Punkte in beiden Rennen sind okay. Über die schnellste Rennrunde am Samstag freue ich mich natürlich. Sie lag auch daran, dass ich nach einer Strafe für eine Weile in sauberer Luft, also ohne direkten Vordermann fahren konnte.“

Weiterführende Informationen

Alle Ergebnisse und Gesamtstände: DTM-Website
Terminplaner: DTM-Kalender 2026
Nachschlagewerk: DTM-Media-Guide 2026
Hintergründe: DTM-Saisonvorschau 2026
Der Porsche 911 GT3 R: Der GT3-Rennwagen im Detail

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