Auf einen Blick
- Porsche 963 von JDC-Miller MotorSports auf Platz drei in Watkins Glen
- 911 GT3 R von Manthey 1st Phorm und Wright Motorsports in GTD vorn
- Porsche Penske Motorsport verteidigt Führung im Michelin Endurance Cup
Das 6-Stunden-Rennen im US-Bundesstaat New York war über weite Phasen von Unfällen und acht Safety-Car-Einsätzen geprägt. Mit einer guten Taktik und starken Leistungen von Werksfahrer Laurin Heinrich aus Deutschland und seinen Teamkollegen Tijmen van der Helm aus den Niederlanden sowie Kaylen Frederick aus den USA konnte JDC-Miller MotorSports am Ende Platz drei realisieren. Auch die beiden vom Werksteam Porsche Penske Motorsport eingesetzten Hybridprototypen aus Weissach fuhren zeitweise auf Podestkurs.
„Das Rennen war wie erwartet schwierig für uns“, sagt Urs Kuratle, Leiter Werksmotorsport LMDh. „Wir haben unter diesen Bedingungen mit unseren beiden Werksautos das Maximale herausgeholt. Porsche Penske Motorsport hat alle sich bietenden Chancen genutzt und fehlerfrei agiert. Mehr war heute nicht möglich. Gratulation an unser Kundenteam JDC-Miller MotorSports. Dort haben die gesamte Mannschaft und unser Werksfahrer Laurin Heinrich einen sehr guten Job gemacht.“
In der Herstellerwertung der IMSA belegt Porsche nach dem sechsten Rennen der Saison weiterhin den zweiten Platz. Laurin Heinrich rangiert in der Fahrermeisterschaft auf Rang zwei, die Werksfahrerduos Nasr/Andlauer und Estre/Vanthoor belegen die Plätze vier und sechs. Im IMSA Michelin Endurance Cup, der die Langstreckenrennen in Daytona, Sebring, Watkins Glen sowie auf der Road America und der Road Atlanta umfasst, liegt Porsche weiterhin an der Spitze.
Porsche 911 GT3 R mit starkem Auftritt in beiden GT-Klasse
In der GTD-Pro-Klasse hatte das Kundenteam AO Racing großes Pech. Dank einer guten Strategie und sauberen Fahrten lagen die beiden Briten Nick Tandy und Harry King im „Rexy“ genannten Neunelfer bis kurz vor Rennende im Kampf um den Sieg. Eine späte Durchfahrtsstrafe warf die Mannschaft jedoch 18 Minuten vor dem Fallen der Zielflagge auf Rang acht zurück. Für die Startnummer 911 von Manthey war das Rennen nach zwei Stunden beendet: Der Niederländer Loek Hartog touchierte auf Platz vier liegend in Kurve 6 die Barrieren, dabei erlitt der Neunelfer des Kundenteams aus Meuspath in der Eifel irreparable Schäden.
Besser lief es für die Partnerteams von Porsche Motorsport in der GTD-Kategorie. Der 911 GT3 R von Manthey 1st Phorm erreichte mit Werksfahrer Richard Lietz aus Österreich und seinen Teamkollegen Ryan Hardwick (USA) und Riccardo Pera (Italien) den Klassensieg. Platz zwei belegten der Amerikaner Adam Adelson, der Brite Callum Ilott und Tom Sargent aus Australien im baugleichen Auto von Wright Motorsports das Ziel. Der Neunelfer von RS1 beendete das Rennen auf Rang neun.
Der siebte Lauf zur IMSA WeatherTech SportsCar Championship findet am 12. Juli im Canadian Tire Motorsports Park nahe Toronto statt. Dort gehen nur die Klassen LMP2, GTD-Pro und GTD an den Start. Der nächste Einsatz des Porsche 963 in der Topkategorie GTP folgt am 2. August auf der Road America im US-Bundesstaat Wisconsin. Das Rennen nahe der Ortschaft Elkhart Lake geht über sechs Stunden und zählt seit diesem Jahr zum IMSA Michelin Endurance Cup.
Weiterführende Informationen und Links
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Fahrerstimmen zum Rennen
Kévin Estre (Porsche 963 #6): „Wir lagen mit unserem Auto zeitweise recht weit vorn. Allerdings hatten wir dabei ein Manko: Um das Tempo an der Spitze mitgehen zu können, haben wir mehr Benzin verbraucht. Das bedeutete längere Tankzeiten bei den Boxenstopps. Wir haben auf Basis unserer Möglichkeiten ein gutes Ergebnis erreicht. Hoffentlich geht es im kommenden Rennen wieder ganz nach vorn.“
Julien Andlauer (Porsche 963 #7): „Wir haben nun einige frustrierende Rennwochenenden hinter uns. Trotz sehr guter Arbeit aller Beteiligten war nicht mehr möglich als die Plätze fünf und sechs. Wir lassen uns allerdings nicht unterkriegen. Auf der Road America greifen wir im kommenden Monat wieder an.“
Laurin Heinrich (Porsche 963 #5): „Was für eine Achterbahnfahrt haben wir hinter uns! In meinem ersten Stint bin ich weit nach vorn gekommen, aber dann gab es erhebliche Rückschläge, die uns zwischenzeitlich eine Runde zurückgeworfen haben. Wir sind dennoch jederzeit ruhig geblieben und haben unseren Job gemacht. Dadurch sind wir vom letzten Platz auf Rang drei nach vorn gekommen. Es hat viel Spaß gemacht. Danke an alle Kollegen in der GTP-Klasse. Wir alle zusammen haben die Fans heute mit fairen Zweikämpfen begeistert.“
Ryan Hardwick (Porsche 911 GT3 R #912): „Wir sind von ganz hinten bis an die Spitze gekommen. Das war richtig stark. Beim WEC-Saisonfinale 2025 in Bahrain bin ich ebenfalls mit Richard Lietz und Riccardo Pera zusammen gefahren. Auch dort sind wir von hinten zum Sieg gefahren – und sogar zum Titel. Alle sind heute optimal gefahren und das Team war perfekt. In einem Rennen voller Zwischenfälle sind wir sauber über die Distanz gekommen und feiern nun einen tollen Sieg.“
Adam Adelson (Porsche 911 GT3 R #120): „Ich bin begeistert! In den zurückliegenden Jahren waren die GT-Autos von Porsche in Watkins Glen oft nicht vom Glück verfolgt. Es ist sehr schön, dass wir diese Geschichte heute einmal neu geschrieben haben. Ich freue mich sehr, aber gleichzeitig hadere ich natürlich auch ein wenig: Wir haben hinter einem anderen Porsche den zweiten Platz belegt. Das bedeutet, dass auch wir eigentlich alles für einen Sieg zur Verfügung hatten. Gratulation an die Kollegen von Manthey. Die haben das gut gemacht und verdient.“